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Richterinnen und Richter am Tribunal des prud'hommes

Arbeitsrichterinnen und Arbeitsrichter werden als "Laienrichterinnen" oder "Laienrichter" bezeichnet. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass sie keine amtlichen Richterinnen oder amtliche Richter sind: Sie üben ihre Haupttätigkeit als Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber oder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in verschiedenen Berufsgruppen im Kanton aus.

Principales activités

Formation

 Aucune formation juridique préalable n’est nécessaire pour exercer la fonction de juge prud’hommes.

Une formation paritaire, organisée avec le concours des partenaires sociaux est proposée aux juges prud’hommes en cours de législature.

En revanche, les juges prud’hommes désirant accéder à la fonction de présidente de tribunal doivent au préalable être titulaires:

  • Du brevet d’avocat∙e ou
  • Du brevet de présidente du Tribunal des prud’hommes

Le brevet de présidente du Tribunal des prud’hommes s’obtient par la réussite d’un examen écrit et d’un examen oral.

Ces examens se déroulent à l’issue d’une formation spécifique organisée par le Pouvoir judiciaire et l’Université Ouvrière de Genève, en collaboration avec la faculté de droit de l’Université de Genève.

Les cours dispensés lors de cette formation sont notamment donnés par des avocat∙e∙s spécialisé∙e∙s dans le droit du travail, des juges de la Chambre des prud’hommes de la Cour de justice, des président∙e∙s et des juristes du Tribunal des prud’hommes, ainsi que des professeur∙e∙s de l’Université de Genève.

Conditions pour être juge

L'article 121 de la loi sur l’exercice des droits politiques (LEDP- A 5 05) fixe les conditions d’éligibilité des juges prud’hommes:

  • Sont éligibles les employeuses et employeurs et salarié∙e∙s, désigné∙e∙s comme tel∙le∙s par les organisations professionnelles:
    • De nationalité suisse, âgé∙e∙s de 18 ans révolus, exerçant depuis un an au moins leur activité professionnelle dans le canton ou, pour les personnes sans emploi au moment du dépôt de la candidature, ayant exercé en dernier lieu leur activité professionnelle dans le canton pendant un an au moins.
    • De nationalité étrangère ayant exercé pendant 8 ans au moins leur activité professionnelle en Suisse, dont la dernière année au moins dans le canton.
  • L’exercice effectif d’une activité en tant qu’employeuse ou employeur ou salarié∙e, de même que le caractère privé ou public du rapport de travail, n’ont pas d’incidence sur l’éligibilité.

Selon l’article 5 alinéa 1 let. f et g de la loi sur l’organisation judiciaire (LOJ - E 2 05), ne peuvent pas être élues les employeuses et employeurs ou salariées qui:

  • Ont subi une condamnation criminelle ou correctionnelle pour des faits portant atteinte à la probité et à l’honneur
  • Sont en état de faillite
  • Ont fait l’objet d’un acte de défaut de biens délivré dans des conditions portant atteinte à la probité et à l’honneur

Les juges prud’hommes sont élues tous les 6 ans par le Grand Conseil. Les candidates à la fonction de juge prud’hommes sont présentées par les partenaires sociaux.

Environnement de travail/organisation

  • Les audiences au tribunal se déroulent, en principe, le soir (dès 18h).
  • Le tribunal siège dans la composition d’une juge fonctionnant en qualité de présidente, d’une juge prud’homme employeuse ou employeur et d’une juge prud’homme salariée.
  • Le tribunal est secondé par des greffierères-juristes mais, lors de la délibération, les juges prud’hommes prennent seul∙e∙s leur décision, les greffierères-juristes n’ayant qu’une voix consultative.

Qualités requises

  • Ecoute et compréhension d’autrui
  • Sens de la justice
  • Impartialité
  • Disponibilité

Questions/réponses

Arbeitsrichter/innen sind nicht Berufs-, sondern Laienrichter, die diese Funktion neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit ausüben.

Sie entscheiden in arbeitsrechtlichen Streitfällen und kommen aus Berufen, die denen der Parteien nahestehen.

Das Tribunal des prud'hommes setzt sich aus verschiedenen Berufsgruppen zusammen, aus denen die Richter/innen gewählt werden, und zwar

  • Gruppe 1: Industrie, Uhrenindustrie, Bauwesen,
  • Gruppe 2: Hotellerie, Gastgewerbe, Lebensmittelhandel,
  • Gruppe 3: Non-Food-Handel, Pflegeberufe, Tourismus, Transportwesen,
  • Gruppe 4: Banken, Versicherungen, Sicherheit,
  • Gruppe 5: ärztliche und juristische Berufe, Informatik, Privatunterricht, Journalismus, Hausangestellte und verschiedene Berufsgruppen, die in den anderen Gruppen nicht enthalten sind.

Das bedeutet, zum Beispiel, dass Sie, wenn Sie im Friseurberuf oder in der Schönheitspflege tätig sind, der Gruppe 3 zugeordnet werden und Fälle aus diesem Bereich zu behandeln haben.

Das Tribunal des prud'hommes ist paritätisch ausgestaltet und besteht aus einer Präsidentin oder einem Präsidenten und 2 Laienrichterinnen oder -richtern, von denen je eine oder einer der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite angehört.

Dank Ihrer Berufserfahrung und Kenntnisse unterstützen Sie, zusammen mit einer anderen Person, die Präsidentin oder den Präsidenten bei den Verhandlungen.

Vor der Verhandlung erläutert die Präsidentin oder der Präsident den Fall.

Während der Verhandlung beteiligen Sie sich an der Untersuchung, indem Sie die Parteien und allfällige Zeugen befragen.

Nach Abschluss der Untersuchung tauschen Sie sich mit den beiden anderen Mitgliedern des Arbeitsgerichts über den Fall aus und entscheiden gemeinsam, ob das Begehren begründet ist oder nicht und welche Beträge eventuell zugesprochen werden.

Die Verhandlungen finden abends statt. Sie beginnen zwischen 17.30 Uhr und 18.30 Uhr in den Räumlichkeiten der Genfer Justizbehörde und dauern durchschnittlich 2 Stunden. Manche Verhandlungen sind jedoch kürzer, andere wiederum sehr viel länger.

Die Präsidentin oder der Präsident leitet die Verhandlung (sog. Sitzungspolizei). Gleichwohl können Sie aufgefordert  werdenFragen zu stellen.

Sie werden je nach ihrer Erfahrung und hauptberuflichen Tätigkeit einer bestimmten Berufsgruppe zugewiesen (siehe Seite Tribunal des prud'hommes) und mit den Fällen betraut, die in Ihren Kompetenzbereich fallen.

Die Verhandlungen finden durchschnittlich ein- bis zweimal pro Monat statt. Die Termine werden mehrere Wochen im Voraus festgelegt, wobei Ihren Verfügbarkeiten Rechnung getragen wird.

Das Amt der Arbeitsrichterin oder des Arbeitsrichters ist eine Nebentätigkeit zu Ihrer beruflichen Haupttätigkeit.

Nein, denn gesucht sind Ihre beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen.

Jedoch organisieren Justiz und Sozialpartner im Verlauf der Legislaturperiode eine summarische Ausbildung in den Bereichen Arbeits- und Zivilprozessrecht sowie Gerichtsorganisation, die Sie ganz oder teilweise absolvieren können.

Die Kurse finden abends oder über Mittag statt und sind kostenlos.

Diese Fortbildung ist zwar nicht obligatorisch, wird jedoch ausdrücklich empfohlen.

Ja, eine Entschädigung ist vorgesehen gemäss Artikel 4 des Reglements über die Vergütung der verschiedenen Richterinnen und Richtern der Judikative, der Mitglieder des Tribunal arbitral und der Mitglieder des Conseil supérieur de la magistrature (RIPJ - E 2 40.03) und zwar Fr. 190.- für die erste Stunde der Verhandlung und Fr. 30.-für jede zusätzliche volle Stunde.

Nein, aber es wird empfohlen, vor Amtsantritt mit ihnen darüber zu sprechen.

Die Arbeitsrichter/innen werden alle 6 Jahre auf Vorschlag der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen vom Grand Conseil gewählt.

Wenn Sie Arbeitsrichter/in werden möchten, müssen Sie sich somit an die Union des associations patronales genevoises (UAPG) bzw. an die Communauté genevoise d’action syndicale (CGAS) wenden.

Die Voraussetzungen sind in Artikel 121 Loi sur l’exercice des droits politiques (LEDP - A 5 05) festgelegt.

Sie müssen insbesondere das 18. Lebensjahr vollendet haben und ein amtliches Führungszeugnis (Strafregisterauszug) sowie eine Bescheinigung vorlegen, dass kein Verlustschein ausgestellt wurde.

Es ist nicht notwendig, im Kanton Genf wohnhaft zu sein.

Sind Sie Schweizer Staatsbürger, müssen Sie wenigstens ein Jahr eine berufliche Tätigkeit im Kanton Genf ausgeübt haben.

Als Arbeitsloser sind Sie wählbar, müssen aber Ihre letzte berufliche Tätigkeit wenigstens ein Jahr im Kanton Genf ausgeübt haben.

Als Ausländer müssen Sie während 8 Jahren eine berufliche Tätigkeit in der Schweiz ausgeübt haben, davon mindestens das letzte Jahr im Kanton Genf

Die Altersgrenze für die Ausübung des Arbeitsrichteramtes ist auf 72 Jahre festgelegt.

Sind Sie nach dem 1. Januar 1958 geboren und erfüllen die Voraussetzungen von Artikel 121 LEDP , sind Sie somit für das Arbeitsrichteramt wählbar.

Sie können Ihr Interesse jederzeit bei den Sozialpartnern bekunden.

Die nächsten Wahlen finden im Herbst 2023 statt für einen Amtsantritt im Januar 2024.

Einreichung der Kandidaturen und Auswahl der Kandidaten durch die Sozialpartner erfolgen in der Regel mindestens 6 Monate vor dem Wahltermin.